Saga World Cup 2026 – Erlebnisbericht

Manchmal beginnt eine Weltmeister-Geschichte nicht auf dem Spieltisch, sondern im eigenen Garten. Bei uns war das genau so – und am Ende stand ein Ergebnis, das wir kaum fassen konnten: Wir sind SAGA-Weltmeister 2026!

Sieben Jahre, vier Weltmeisterschaften

Der SAGA World Cup ist inzwischen eine feste Größe in unserer Community. Nach der Premiere 2019 in England ging es 2023 nach Deutschland, 2025 nach Schweden – das Ausrichtungsrecht wandert traditionell zum jeweiligen Titelverteidiger oder zum Nächstbestplatzierten, wenn das Ausrichtungsland den Titel gewinnen sollte. Und 2026 kehrte das Turnier zurück nach England, in die Nähe von Manchester.

Unser Team für dieses Jahr: Tim, Tristan, Liam – tatkräftig unterstützt von seinem Vater Ralf – und ich. Eine bunte Mischung, was Alter und Erfahrung angeht, aber die Chemie hat von Anfang an gestimmt.

Vorbereitung im Garten

Zur Einstimmung trafen wir uns bei mir zuhause im Garten in Mehrhoog – ausgerechnet an einem der heißesten Tage des Jahres. Zwischen jeder Menge Kaltgetränken haben wir Taktiken besprochen, mögliche Szenarien durchgespielt und Testpartien ausgetragen. Im Nachhinein hat sich genau das als Gold wert erwiesen für unsere Spielweise im Turnier.

Familienurlaub mit Turnier-Höhepunkt

Da der World Cup in der Nähe von Manchester stattfand, haben meine Familie und ich unseren Jahresurlaub kurzerhand drumherum geplant. Nach einem Zwischenstopp in London ging es für einen längeren Aufenthalt in den Peak District – in einem wunderschönen Cottage, umgeben von den malerischen Hügeln, die man dort einfach durchwandern muss. Absolute Empfehlung, gerade weil der Peak District nur etwa 40 Minuten Autofahrt von Stockport entfernt liegt, wo das Turnier in den Räumlichkeiten von Element Games ausgetragen wurde.

Organisiert und durchgeführt hat das Ganze Team England – und dafür gebührt ihnen ein riesiges Lob. Von der Location über den Ablauf bis zur Atmosphäre war einfach alles wunderbar organisiert, reibungslos und durch und durch freundschaftlich.

Leider konnte Team England I nicht mitspielen, da wir mit ihnen 17 Teams gewesen wären. So zogen sie sich wehmütig, aber wie echte Gentlemen aus dem aktiven Turnierverlaf zurück.

Das Turnier: 16 Teams, 64 Spieler, jede Menge Spannung

16 Teams zu je vier Spielern traten an, jedes Team bestritt fünf Partien – macht in Summe stolze 64 Spieler, die zwei Tage lang um den Titel kämpften.

In unserer ersten Partie trafen wir direkt auf Team England II (Mercian Marauders): Ich spielte mit meinen heidnischen Rus gegen die PiKten. Meine Mitstreiter wählten ebenfalls unterschiedliche Fraktionen – Tristan führte im Zeitalter der Ritter die Engländer ins Feld, Liam trat in der Antike mit den Diadochen an, Tim spielte mit den Mongolen. Danach ging es für uns gegen Österreich (Team Austria – Hunnen) und Frankreich (Guillo Team – Angelsachsen), bevor der zweite Turniertag mit Partien gegen Ungarn (Team Hungary – Schotten) und zum Abschluss gegen Polen (Römer – Ära der Invasionen) startete.

Leider habe ich vergessen ein Bild von meinem französischen Gegenspieler Armand zu machen.

Auf Details zu den einzelnen Partien will ich hier gar nicht groß eingehen – aber eines lässt sich klar sagen: Jede einzelne Begegnung war fair und von echtem Sportsgeist geprägt. Das gilt für uns genauso wie für alle Gegner.

Mit ein Hauptgrund für viele und auch für mich ist neben der „sportlichen“ Herausforderung, dass man viele Gleichgesinnte und Freunde aus vielen Ländern trifft und gemeinsam eine großartige Zeit verbringen darf.

Enger geht kaum

Es ist bereits meine vierte Weltmeisterschaft, und eines fällt mir dabei immer deutlicher auf: Das Niveau der Teams rückt von Jahr zu Jahr näher zusammen. Klare Ergebnisse wurden seltener, viele Partien entschieden sich buchstäblich beim letzten Würfelwurf – was für zusätzliche Spannung bis zur letzten Sekunde gesorgt hat.

Am Ende setzten wir uns mit einem knappen, aber verdienten Vorsprung von 16 Turnierpunkten vor Frankreich durch. Was für ein Wochenende!

Danke, Team – und ein Blick nach vorn

Ein riesiges Dankeschön an mein Team für diese unglaubliche Leistung. Sollten wir 2028 das Recht bekommen, den nächsten World Cup in Deutschland auszurichten, hoffe ich sehr, dass wir wieder gemeinsam an den Start gehen – und dass die gesamte deutschsprachige SAGA-Community zusammen ein großartiges Event auf die Beine stellt. Erste Hilfsangebote und Ideen dafür habe ich bereits von mehreren Seiten bekommen, und das stimmt mich schon jetzt zuversichtlich.

Abgerundet wurde unser Familienurlaub übrigens noch durch zwei entspannte Tage in Oxford, bevor es zurück nach Deutschland ging.

Nach der WM ist vor dem Grand Melee

Kaum ist der World Cup vorbei, steht schon das nächste Highlight vor der Tür: Ende September findet bei uns im Dorf Mehrhoog das Grand Melee statt – ebenfalls ein Teamturnier, allerdings im 2-Mann-Format. Schaut gerne auf unserer Website vorbei, und wer Lust hat, ist auch als Zuschauer herzlich willkommen. Es lohnt sich!


Bis zum nächsten Bericht vom Spieltisch – Skål und Waes Hail! 🛡️

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