Roadtrip nach Nottingham oder “The quest to the Lead-Belt” Part 2

Weiter geht es mit dem zweiten Teil unseres Reisebericht es zum Lead-Belt nach Nottingham.

 

Mantic

Unser nächster Zwischenstopp ist Mantic Games. Gerade einmal 8 Autominuten von Warlord Games, Footsore Miniatures und so weiter entfernt. Ronnie Renton der Chef von Mantic war bei Games Workshop 1996 mein erster Boss. Wir treffen uns zwei bis dreimal im Jahr auf verschiedenen Messen, aber besucht hatte ich ihn in seiner Firma bisher noch nie.

Wir hatten echt Glück Ronnie überhaupt noch anzutreffen. Am nächsten Tag ging sein Flieger zur diesjährigen Gen-Con.

Und darüber hinaus hat Ronnie sich echt Zeit für uns genommen, alles gezeigt, mit uns über zukünftige Projekte geplaudert, und uns einen tollen Überblick gegeben.

Mantic versprüht den Eindruck von Energie. Hier wird Alles möglich gemacht und umgesetzt. Ganz klar, dass Ordnung und Sauberkeit dabei vielleicht ein wenig hinter der Verrücktheit anstehen *grins*.

Die Vitrinen platzen über vor bemalten Armeen, und es ist echt super die Figuren mal in live zu sehen, die man ansonsten nur aus dem Internet kennt.

Meiner Meinung nach wirken sie “in echt” noch wesentlich besser.

Mein lieblings Dungeon Crawler ist Dungeon Saga.

In diesem Zusammenhang haben Ronny und ich auf der letzten Spielemesse in Essen über eine verrückte Idee meinerseits sinniert. Als er mir jetzt sagte, dass daraus unter Umständen nächstes Jahr sogar ein Kickstarter werden könnte war ich echt baff. Mal sehen… Ronnie halt!!!

Neben den ganzen Büros, dem Lager, der Mailorder, wo die die Bestellungen verpackt und versendet werden, gibt es auch noch einen kleinen aber feinen Laden, in dem Besucher alle erhältlichen Mantic Produkte käuflich erwerben können.

Nach ca. einer Stunde, mussten wir uns echt losreißen, da wir neben GW auch noch unbedingt Wargames Foundry besuchen wollten. Als wir im Internet die Adresse von Wargames Foundry suchten, stellten wir mit Schrecken fest, dass diese nur bis 16 Uhr geöffnet hatten. Somit blieb uns wirklich nur ein extrem kurzer Stop von 15 Minuten bei Games Workshop .

 

Games Workshop

Games Workshop befindet sich gerade mal weitere 10 Autominuten von Mantic entfernt. Wow, komisches Gefühl. Ich habe ca 10 Jahre von Ende der Neunziger bis 2010 für GW gearbeitet. Im Gegensatz zu allen anderen Firmen, die ich auf dem Trip besuche, kenne ich mittlerweile fast niemanden mehr. Alle guten Bekannten, Freunde und Kollegen haben mittlerweile die Firma verlassen und arbeiten in vielen Fällen bei der “Konkurrenz”.

Was richtig klasse ist, dass der Spirit und die Energie, die gerade in den Neunzigern bei Games Workshop unter den Mitarbeitern geherrscht hat, nun bei den anderen Companies wie Warlord Games, Mantic, Footsore Miniatures und so weiter herrscht. Ich weiß nicht, wie es mittlerweile ist für Games Workshop zu arbeiten, aber gerade meine letzten Jahre waren eher durch eine nüchterne Professionalität und wenig Verrücktheit und Unternehmergeist gekennzeichnet. Mit ein Hauptgrund warum ich Stronghold Terrain mache ist, dass ich diese Verrücktheit, den Unternehmergeist, die Kreativität und so weiter brauche und liebe. Anscheinend geht es anderen auch so und das ist gut.

Ich schweife ab.

Sollte ihr einmal in Nottingham sein, ist Games Workshop auf jeden Fall ein Pflichtbesuch. Alles ist riesig, imposant und sehr professionell. Alle anderen Nottinghamer Püppchen-Companies zusammen passen locker fünfmal in die Räumlichkeiten von GW.

Einen sicher lohnenswerten Besuch des Warhammer Museums haben wir leider nicht mehr geschafft. Darüber hinaus schlägt er mit 8 Pfund Eintritt zu Buche, was er angeblich auch wert sein soll. Vielleicht beim nächsten Mal.

Auf der Fahrt haben wir des Öfteren über GW sinniert und diskutiert. Nach meiner Meinung teils verheerenden Fehlern und all der Arroganz und Blindheit zur Realität, bin ich mir sicher, dass Games Workshop mittlerweile wieder auf einen guten Weg ist, die extrem große Lücke zur Community zu schließen. Noch vor zwei Jahren hätte ich das diesem Walfisch kaum zugetraut.

 

Der dritte und letzte Teil unseres Berichts hat den Besuch bei Wargames Foundry und Gripping Beast zum Inhalt. Dieses Mal werde ich euch auch nicht so lange warten  lassen.

Bis bald,

Mirco

 

 

 

1 thought on “Roadtrip nach Nottingham oder “The quest to the Lead-Belt” Part 2

  1. Die eigentlich wichtige ungeklärte Frage: Wie ist das Bier?

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