Fraktionsvorstellung – Fürsten des Ostens

DIE FÜRSTEN DES OSTENS
Nun wenden wir uns den östlichen Gefilden zu. Die litauischen Herrscher und russische Fürstentümer sind wichtige Akteure der osteuropäischen Kreuzzüge und stellen die erbittertsten Gegner der Kreuzfahrer und Ritterorden dar.

AUSRÜSTUNG
Bei den Fürsten des Ostens habt Ihr die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Unterfraktionen. Zum einen die russischen Fürstentümer und zum anderen das Großfürstentum Litauen.

Dein Kriegsherr ist in beiden Fällen beritten.

Die russischen Veteranen sind ebenso beritten, ihre Krieger kämpfen zu Fuß ohne besondere Ausrüstung. Die Bauern ziehen mit Bögen oder Armbrüsten in die Schlacht.

Die Ausrüstung der Litauer macht sie in der Verteidigung weniger gut, im Angriff sind sie dafür jedoch verheerender. Ihre Veteranen sind auch beritten und darüber hinaus noch mit Wurfspeeren ausgestattet. Krieger tragen schwere Waffen oder haben keine besondere Ausrüstung. Abschließend sind die Bauern mit Bögen gewaffnet.

Bei beiden Listen kannst du für einen Rekrutierungspunkt einen Wagen aufstellen. Diese einzigartige Auswahl zählt als Bauerneinheit, ist extrem langsam und im Kampf nahezu nutzlos. Hört sich bis hierher wenig spannend an. Der Wagen hat jedoch die Sonderregel „Verlockung der Gier“, wodurch jede gegnerische Einheit (ausgenommen Helden), bei einer Angriffsaktivierung, falls möglich, den Wagen angreifen muss. So kannst du effektiv deine wichtigen Einheiten vor Angriffen schützen. Zusätzlich verfügt der Wagen noch über Zähigkeit (2). Gut platziert ist ein Wagen definitiv ein Sandkorn im Auge jedes Gegners.

SCHLACHTPLAN

Was einem beim Studieren des Schlachtplans der Fürsten des Ostens auffällt, ist die Vielseitigkeit der Fähigkeiten. Viele andere Schlachtpläne legen Schwerpunkte z.B. auf Nahkampffähigkeiten oder haben offensichtliche Stäken und Schwächen. Nicht so die Fürsten des Ostens, sie scheinen auf den ersten Blick in jeder Beziehung gut klarzukommen.

Willst du Ermüdungsmarken abbauen, dann spiele einfach „Zusammengeschweißt“. Möchtest du einer gegnerischen Einheit ihrer Effektivität berauben dann kommt „Ängstlicher Vormarsch“ wie gerufen, wodurch eine gegnerische Einheit in deinem oder im gegnerischen Spielzug keine SAGA-Sonderfähigkeiten einsetzen kann.

Sie haben auch Defensivfähigkeiten wie „Fürst des Ostens“ oder „Waffenbrüder“. Die eine Fähigkeit ist für Veteranen und verschafft der Einheit Zähigkeit, die andere für Einheiten zu Fuß und sorgt für zusätzliche Verteidigungswürfel.

Die Fürsten des Ostens verfügen durch „Kreuzfeuer“ über eine Fernkampffähigkeit, die deinen Gegner zwingt 2 oder bei einem seltenen SAGA-Würfel 4 erfolgreiche Verteidigungswürfel zu wiederholen.

Je nachdem ob du Russen oder Litauer spielst lässt sich die Fähigkeit „Todesstoß“ auf unterschiedliche Art und Weise einsetzen. Eine russische Einheit Veteranen darf für einen Fernkampf aktiviert werden als ob sie mit Wurfspeeren ausgerüstet wären. Bei den Litauern bewirkt „Todesstoß“ das eine Einheit Veteranen für einen Angriff mit einer Angriffsreichweite von L+K aktiviert wird. Nicht so schlecht!

Sie besitzen mit „Finte“ sogar eine Aktivierung/Reaktion Fähigkeit, mit der Veteraneneinheiten auf Bewegungsaktivierungen gegnerischer Einheiten reagieren können.

Ganzheitlich betrachtet komme ich zu dem Schluss, dass die Fürsten des Ostens zwar von allem etwas haben, im Direktem Vergleich zu z.B.auf den Nahkampf spezialisierten Fraktionen nicht mithalten können und bei einer zu einseitigen Spielweise oft den kürzeren ziehen sollten. Ihr großes Potential besteht darin, im Spiel all ihre Stärken auszuspielen. Es kommt darauf an weise zu wählen, wann man fernkämpft, wann angreift, die Spielkontrolle behält und auf seine Verteidigung achtet. Ein erfolgreicher Kriegsherr wird all diese Vorteile nutzen um zu gewinnen.

Für den spielentscheidenden Nahkampf sei abschließend noch die Fähigkeit „Gefährten“ genannt. Sie kann nur auf Helden oder Veteranen gespielt werden. Deine kämpfende Einheit erhält zusätzliche Angriffswürfel deren Anzahl der Angriffswürfel einer im Umkreis von M befindlichen anderen Veteranen- oder Heldeneinheit entspricht. Jedoch erhält die benachbarte Einheit die selbe Anzahl an Verlusten und Ermüdungsmarken wie die kämpfende Einheit.

 

ARMEEAUFBAU

Als erstes schauen wir uns die Russen an. Einige Fähigkeiten lassen sich nur auf Veteranen oder berittene Einheiten anwenden. Deshalb würde ich 3 Punkte Veteranen rekrutieren. Je nach Geschmack oder den Erfordernissen an denGegner, an das Szenario usw. kann man sie entweder in zwei 6er oder in eine 8er und eine 4er Einheit aufteilen.

Die kleine 4er Einheit ist gut für Gegenangriffe, den Schutz des Kriegsherrn gut geeignet und im späteren Spielablauf eine gern gesehene Reserve. Zusätzlich bietet sich bei einer 8er Einheit ein Kriegsbanner an, um der zu erwartenden schnell ansteigenden Ermüdung („Fürst des Ostens“, „Gefährten“) zu begegnen.

Neben den berittenen Veteranen sind Krieger zu Fuß unverzichtbar. Sie besitzen auf dem Schlachtplan zwar keine besonderen Fähigkeiten, erweisen sich jedoch in bezug auf Gelände als nützlich. Alternativ kommt auch eine Söldnereinheit in Frage, die die selbe Rolle übernehmen kann.

Bei den Russen würde ich auf jeden Fall eine Einhei Bauern mit Armbrüsten aufstellen. Dein Gegner wird sie hassen und versuchen sie frühzeitig auszuschalten. Hierbei kann ein gut positionierter Wagen sehr hilfreich sein, da dann dein Gegner seine Angriffsziele für den Nahkampf nicht mehr frei wählen kann.

Willst du lieber Litauer spielen, sind Veteranen ebenfalls deine Speerspitze. 2 Punkte sind das absolute Minimum und auch hier bietet sich ein Kriegsbanner an.

Nun stellt sich wiederum die Frage, ob dieser dubiose Wagen Sinn macht. Ich denke eine belastbare Antwort wird sich erst nach mehreren Spielen mit und gegen die Fürsten des Ostens ergeben. Trotzdem glaube ich, dass ein Wagen, falls er gut auf dem Spielfeld platziert wird und die Veteranen ihn geschickt in ihr Stellungsspiel mit einbeziehen, Sinn machen kann.

Entscheidet man sich gegen den Wagen bietet sich auch bei den Litauern ein dritter Punkt Veteranen an.

Da die Litauer Zugriff auf Krieger mit schweren Waffen haben, würde ich auch Gebrauch von ihnen machen und zumindest eine Einheit aufstellen. Erfahrungsgemäß reiben sie sich zwar recht schnell auf, tun dies aber meist mit verheerenden Verwüstungen auf Seiten des Gegners. Des Weiteren ist der psychologische Effekt von schweren Waffen im Hinblick auf den Gegnerischen Kriegsherrn oder seine Veteranen nicht zu unterschätzen.

Wie schon bei den Russen ist auch bei den Litauern der Fernkampf nicht unwichtig und deshalb würde ich eine Einheit Bauern aufstellen. Ich glaube jedoch, dass weitere Bauern wenig Sinn machen.

LEGENDÄRE EINHEITEN
Bei zwei Unterfraktionen, gibt es auch vier legendäre Einheiten, Studio Tomahawk war fleißig.

Litauer haben Zugang zu einem Helden und einer legendären Einheit:

Mindaugas, Großfürst von Litauen hat die normalen Fähigkeiten eines legendären Kriegsherrn. Er hat zum Einen die Sonderregel, dass er ein kleines Geländestück verschieben kann, was je nach Situation sehr nützlich sein kann. Zum Anderen darf er duch „Künftiger König“ seine Entschlossenheit und Folgt mir zweimal pro Spielzug einsetzten. Auch recht nützlich.

Die legendäre Einheit Samogitische Adelige ist eine zu Fuß kämpfende Veteraneneinheit aus bis zu 8 Modellen, die für einen zusätzlichen Punkt eingesetzt werden kann. Die Einheit ist mit schweren Waffen ausgerüstet, mit ihrem Umgang so geschult, dass sie im Nahkampf keinen Abzug auf ihre Rüstung erleidet.

Ihre zweite Sonderregel „Rittermörder“ ist wörtlich zu verstehen. Im Kampf gegen berittene Einheiten dürfen diese nie ihre Rüstung erhöhen, zusätzlich erhöhen die Samogitischen Adeligen ihre Angriffsreichweite um M, wenn sie so berittene Veteranen angreifen können. Aua!

Die Russen haben zwei legendäre Helden:

Roman der Große besitzt die Fähigkeiten eines normalen legendären Kriegsherrn. Seine erste Sonderregel „Großer Diplomat“ ist ganz witzig. Du und dein Gegner wählen beide eine SonderFähigkeit des gegnerischen Schlachtplans und beide Fähigkeiten dürfen bis zum Beginn deines nächsten Spielzugs nicht eingesetzt werden.

Seine zweite Sonderregel „Legendäre Weisheit“ kann in jeder gegnerischen Befehlsphase zum Einsatz kommen. Nachdem dein Gegner seine SAGA-Würfel geworfen hat, kann Roman bis zu drei Ermüdungsmarken nehmen, um jeweils einen SAGA-Würfel wiederholen zu lassen.

Alexander Jaroslawitsch Newski ist der vierte im Bunde und auch er verfügt über die normalen Fähigkeiten eines legendären Kriegsherrn. Seine erste Sonderregel „Held der Republik“ ist recht nützlich, da sie deine Krieger- und Bauerneinheiten unabhängig von ihrer Sollstärke SAGA-Würfel generieren lässt. Des Weiteren darf eine Armee unter Alexander zwei Söldnereinheiten Reiter des Ostens enthalten. Sollte Alexander jedoch ausgeschaltet werden erhalten deine Söldnereinheiten sofort eine zusätzliche Ermüdungsmarke.

 

ZUSAMMENFASSUNGStärken
• Vielseitigkeit der SAGA-Fähigkeiten.
• Möglichkeit, mit den Fähigkeiten „Zögern“ und „Ängstlicher Vormarsch“ die Pläne deines Gegners zu durchkreuzen.

Schwächen
• Sie können von allem etwas, jedoch nichts wirklich gut.

 

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